locandis News 03-2019

Effizienzgewinne durch digitalisiertes Beacon-Deployment für das Location-based Marketing

Viele Retailer haben im Rahmen ihrer Location-based Marketing Projekte bereits mit Beacons experimentiert, um ihren Kunden direkt am Regal entweder Coupons als Kaufanreiz oder aber spannenden Content zu den jeweiligen Warengruppen aufs Smartphone zu senden. Aus den locandis Projekten wissen wir, dass der Umsatzeffekt in beiden Fällen beachtlich ist und von Experten eher noch unterschätzt wird. Andererseits schrecken manche Retailer vor dem Aufwand zurück, große Flächen mit Beacons auszustatten. Um Effizienzgewinne im Beacon-Deployment durch digitalisierte Prozesse geht es in diesem Newsletter – die Hardware-Kosten sind wie so oft nicht der kritische Faktor.

Wie stattet man also einen Store von 5.000 qm oder mehr großflächig mit Beacons aus, insbesondere wenn es sich um eine von Lüftungs- und Klimatisierungsschächten wie auch Sprinkler-Leitungen durchzogene zerklüftete Decke eines Baumarktes handelt? Einer der Erfolgsfaktoren – neben guter Planung und einem eingespielten Team – ist die Digitalisierung des Deployment-Prozesses.

Grundlage für die Planung des Beacon-Deployments sind CAD-Pläne der jeweiligen Ladenfläche. Diese beinhalten Warenregale, Theken und Kassenbereiche. Diese CAD-Pläne werden in die locandis Deployment Software eingelesen. Anschließend wird über dem Plan ein dynamisches Grid von Beacons erzeugt, dessen Auflösung sowohl an die Erfordernisse bezüglich der Genauigkeit der späteren Lokalisierung der Smartphones als auch an die geplante Gesamtzahl der Beacons angepasst wird. Auch einzelne, vom Grid unabhängige Beacons an für das LBM besonders relevanten Flächen des Stores sind möglich. Eine höhere Beacon-Dichte ist vor allem dann wichtig, wenn später eine Instore-Navigation umgesetzt werden soll.

Während die gitterförmige Anordnung kein technisches Erfordernis für die Funktionalität des Beacon-Systems ist, hat sie dennoch zwei Vorteile. Zum einen erlaubt die gleichförmige Verteilung, die Aufteilung in Beacon-Regionen zu einem späteren Zeitpunkt zu variieren, ohne dass „Löcher“ entstehen, also Flächen, die nicht durch Beacon-Signale durchsetzt sind. Zum anderen ist eine symmetrische Montage einfach ästhetischer.

Unmittelbar vor der Installation werden die geplanten Beacon-Positionen vor Ort mit den realen Begebenheiten abgeglichen und gegebenenfalls angepasst. Auf diese Weise können Problemstellen wie Lüftungsschächte, die nicht angebohrt werden dürfen, umgangen werden. Gleichermaßen können zum Beispiel vorhandene Träger ausgenutzt werden, um den Installationsvorgang zu beschleunigen sowie den Materialaufwand gering zu halten.

Um die geplanten Beacon-Positionen im Geschäft zu visualisieren, kommt bei Bedarf Augmented Reality (AR) zum Einsatz. Hierbei werden die zu installierenden Beacons im Kamerabild eines Tablet-PCs simuliert. Auf diese Weise lassen sich die Positionen sehr effektiv bestimmen. Mögliche Änderungen an der ursprünglichen Planung werden direkt am Tablet-PC vorgenommen und unmittelbar in der AR-Ansicht widergespiegelt.

Die Beacon-Montage kann natürlich nicht während der normalen Geschäftszeiten erfolgen. Nachdem der letzte Kunde das Geschäft verlassen hat, beginnt die eigentliche Installation der Beacons. Mehrere Teams fahren die Ladenfläche mit elektrischen Hebebühnen ab und montieren die Beacons an den vorgesehenen Stellen. Für die Bestimmung der vorgesehenen Beacon-Position kommen Laser-Messgeräte in Kombination mit AR zum Einsatz. Per Trilateration werden die „richtigen“ Positionen ermittelt.

Die locandis Deployment Software übernimmt hier die notwendigen Berechnungen für die Positionierung, die finale Funktionskontrolle des zu montierenden Beacon-Geräts inklusive Batterie-Check, die Konfiguration der Beacons sowie die Übertragung aller Daten auf den Server. In demselben Schritt kann auch eine Verzeichnung der Warengruppen in die Karte erfolgen – das ist die Voraussetzung für die Aussteuerung von Kampagnen. Der locandis-Mitarbeiter stellt dabei die den Beacon unmittelbar umgebenden Warenkategorien fest, welche dann über die locandis Software direkt auf den Server übertragen werden.

Sobald die Ladentüren wieder öffnen, ist das installierte System einsatzbereit.